Das transatlantische Verhältnis ist ihm wichtig

Michael Michalsky trauert um sein Amerika

Seinen offenen Brief an die Branche titelt Michael Michalsky "Wir leben in rückwärtsgewandten Zeiten". Was meint der kommunikationsfreudige Modeschöpfer damit?

Michael Michalsky
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Der Designer Michael Michalsky ist besorgt über den Zustand der Modewelt, fast schon über den Zustand der ganzen Welt. Aber er setzt mit seiner Sorge da an, wo man ihn am ehesten hört. Also hat Michael Michalsky einen offenen Brief an die Modebranche geschrieben. Der Brief trägt den anklagenden Titel: "Wir leben in rückwärtsgewandten Zeiten".

Barbara Schöneberger hat Michael Michalsky im Podcast als einen weltoffenen und kommunikativen Menschen kennenlernen dürfen. Sein jetziger Vorstoß belegt das erneut. Er sorgt sich über die Entwicklungen in der Politik, zum Beispiel den Brexit und die Situation in Katalonien. Er macht sie überall aus, die Menschen, die "die Errungenschaften der vergangenen Jahre zurückdrehen" möchten.

In seinem Brief spielt Michael Michalsky auch auf das transatlantische Verhältnis zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten an. Für ihn sind die USA ewiger Partner von Deutschland. In einem Interview fügt er hinzu: "Ohne die US-Amerikaner gäbe es möglicherweise keine Demokratie in unserem Land."

Die Modebranche ist jedenfalls aufgeschreckt, zumal sie sich als tolerant und weltoffen versteht. Aber ist das eventuell eine weit verbreitete Fehleinschätzung?

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